Wie schon im letzten Jahr hatte ich auch dieses Jahr die Möglichkeit unsere Schule in Yamoransa zu besuchen. Es waren zwar nur 3 Tage, aber in diesen 3 Tagen konnten wir eine Menge an Informationen austauschen, konkrete Schritte und die mittelfristigen Ziele vereinbaren.

Unsere Mitstreiter Anthony Eghan und Raphael Amoah waren dabei die wichtigsten Ansprechpartner. Aber auch mit der Lehrerschaft konnte ich mich einen ganzen Nachmittag zusammensetzen und ihre Sorgen und Nöte erfahren, aber auch sehr gute Anregungen mitnehmen. Besonders erfreulich war es zu sehen, dass sich unsere Lehrer, trotz der auch für ghanaische Verhältnisse, geringen Bezahlung sehr engagiert einbringen. Es ist ohnedies unser mittelfristiges Ziel die Lehrer auf ein akzeptables Lohnniveau anzuheben und daran wollen sie auch mitarbeiten. Um diese Ziel zu erreichen und im ersten Schritt die Inflation im Lande zumindest teilweise bei den Gehältern zu kompensieren, haben wir zusammen einen Stufenplan für eine schrittweise Anhebung erstellt, der die Löhne mit steigenden Schülerzahlen nach oben anpasst.

Thomas Nösner und Lehrerschaft im Juli 2014
Thomas Nösner und Lehrerschaft im Juli 2014

Bibliothek (ein überaus wichtiges Thema für Schüler und Lehrer)
Eine Bibliothek haben wir noch gar nicht. Wir haben uns aber darauf verständigt, nicht mit Büchern arbeiten zu wollen, sondern mit Notebooks und Internet. Dies hat zugleich den Vorteil, dass wir die Schüler auch in der Handhabung von Computer und Internet unterrichten könnten. Wir werden ca. 15 Notebooks brauchen, für die ich auch schon einen Spender im Vorfeld gefunden habe.

Hostel
Das allüberspannende Thema ist jedoch die Errichtung eines Hostels. Wir müssen in der Lage sein ca. 70-80% der Schülerinnen und Schüler auf dem Schulgelände unterbringen können.
Nachdem der Ausbau der vorhandenen Gebäude weiter vorangeschritten ist, haben wir uns dazu entschlossen einige Räume für eine „Hostel-Zwischenlösung“ zu nutzen. Die Räume sind festgelegt, unsere Partner vor Ort arbeiten bereits daran und wir hier in Deutschland müssen dringen finanzielle Mittel besorgen.

Das provisorische Hostel muss noch ausgestattet werden
Das provisorische Hostel muss noch ausgestattet werden

Zusammengefasst sehe ich das Projekt aktuell in einer entscheidenden Phase und ich denke ich konnte unsere Kollegen in Ghana mit ins Boot nehmen. Das war mein Hauptziel, auch wenn die Reise letztlich immer anstrengend ist, so hat sich der Besuch sich gelohnt,- nicht zuletzt müssen Freundschaften auch im direkten Kontakt gepflegt und vertieft werden.

Erfreulich war für mich die Stimmung und Einstellung der Lehrer und das halte ich für eine der wichtigsten Grundlagen.

Für die nächsten Monate sind einige Vorträge und Aktivitäten geplant von denen wir uns neue Zuschüsse versprechen. Wir werden Sie darüber natürlich auf dem laufenden halten.

Zum Schluss möchte ich alle Mitglieder und Unterstützer nochmals aufrufen und bitten an dem Ziel die laufenden Einnahmen zu steigern weiterzuarbeiten.

Viele Grüße
Thomas Nösner