Vom 3.8.2016 bis 7.08.2016 konnte ich einmal mehr im Vorfeld einer Geschäftsreise unser
Schulprojekt in Yamoransa besuchen.
Leider waren zu diesem Zeitpunkt schon Ferien, aber dennoch hatte ich die Möglichkeit mit
den Lehrern und der Schulleitung eingehend zu diskutieren um einen 2 Jahresplan zu
entwickeln.

Was hat sich seit meinem letzten Besuch getan:

• Endlich haben wir in allen Räumen Strom. Seit Juni ist auch die Versorgung durch den
Stromlieferanten gesichert (der schwierigste Teil der Aktion), die Möglichkeiten
für den Unterricht haben sich dadurch nochmals deutlich verbessert, wie zum
Beispiel die Nutzung von Küchengeräten, die wir im letzten Jahr geschickt haben.
Auch die Notebooks können ab dem neuen Schuljahr intensiver genutzt werden.
Im Hostel haben die Jugendlichen jetzt elektrisches Licht und müssen nicht mehr mit
Taschenlampen ihren Weg suchen.

• Die Gebäude sind in einem guten Zustand und die Instandhaltungsarbeiten werden
mittlerweile systematisch durchgeführt.

• Neue Betten und Schulbänke konnten angeschafft werden. Während der Ferienzeit
werden aber nochmals Betten nachgefertigt um mehr Studenten die Übernachtung zu
ermöglichen.

• Sehr positiv aufgenommen wurde unser Angebot einen Teil der Studenten ohne
Schulgebühr an der Schule aufzunehmen. 15 Schüler sind seit dem letzten Jahr
gebührenfrei an unserer Schule. Es wurden nur Jugendliche mit einer besonderen
Bedürftigkeit in dieses Programm aufgenommen. Dies wollen wir auch im neuen
Schuljahr beibehalten und ggf. ausbauen.

• Die Mädchen sind mittlerweile im Erdgeschoss des ehemaligen Hauses von Prof.
Veyhl untergebracht und haben somit auch Zugang zu vernünftigen sanitären
Anlagen. Immer wieder waren wir gezwungen die Hostels von einem Gebäude zum
anderen umzuziehen um unterschiedlichen Studentenzahlen gerecht zu werden.
Jetzt konnten wir endlich eine gute finale Aufteilung realisieren.

• Die dauerhafte Nutzung des Hauses, dessen Dach jedoch immer noch, auf Grund
eines Brandes, stark beschädigt ist, war der Schwerpunkt meines Besuchs. Wir
konnten eine für alle Beteiligten gute Lösung finden. Wir werden uns an der
Reparatur finanziell beteiligen und im Gegenzug kann die Schule das Erdgeschoss
langfristig für den Schulbetrieb nutzen. Dadurch ersparen wir uns den Bau eines
zusätzlichen Gebäudes, dessen Errichtung deutlich teurer wäre und einen sehr
langen Zeitraum in Anspruch nehmen würde.

• Die Nutzung des Schulgrundstücks wird aktuell für 75 Jahre notariell beurkundet.
Die jährliche Pacht beträgt 100€, – eine sehr großzügige Geste von Anthony Eghan.
Damit sind die Investitionen/Spenden der letzten Jahre auch langfristig gesichert.
Alles in allem, hat sich dann rückblickend doch wieder einiges getan in Yamoransa
und wir sind unserem Ziel, die Schule mit all der erforderlichen Infrastruktur fertig-
zustellen wieder näher gekommen.
Bis wir unser finales Ziel erreichen werden, gehen sicher noch einige Jahre ins Land,
aber es wird immer greifbarer.
Eine weitere große Herausforderung wird die Bezahlung unserer Lehrer, die seit Jahren
für geringe Gehälter unsere Studenten unterrichten. In den letzten Jahren sind die
Lebenshaltungskosten stark gestiegen und wir konnten die Löhne nicht entsprechend
erhöhen. Die Lehrerschaft hat mich dringend um eine Anpassung gebeten und ich habe
zugesagt, dass wir dem im Rahmen unserer Möglichkeiten entsprechen werden.
Für Januar haben wir eine Zusatzzahlung vereinbart.
Die Höhe richtet sich nach der dann vorliegenden Finanzsituation, – damit waren
unsere Lehrer einverstanden, verbinden damit aber die große Hoffnung auf eine bessere finanzielle Lage für 2017.
(Zur Info: Mit 1.500 bis 2.000€ für die gesamte Mannschaft
können wir hier die Situation signifikant verbessern)

Unsere Lehrkräfte sind unsere Basis und ihre sehr bescheiden und höflich vorgetragenen
Forderungen sind absolut gerechtfertigt – hier müssen wir dringend etwas tun.
Nicht zuletzt deshalb, bitte ich alle Mitglieder und Unterstützer unseres Projektes
weiterhin zu spenden und/oder aktiv mitzuwirken um mit der Schule eine nachhaltige Hilfe vor Ort zu realisieren.

Keine Hilfe ist so gut wie die Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort.

Zum Schluss noch ein Zitat von unserem Schuldirektor Rafael Amoa:
  „Our students will most likely not become refugees,- we help them to have a better life here
  in Ghana….“

Mit den besten Grüßen aus Paderborn
Thomas Nösner

Nicht vergessen,- die nächsten Aktionen der Goldküste e.V.:
• Weihnachtszauber im Schloßpark in Schloß Neuhaus
o 2.- 4.Dezember 2016

• Karnevalsparade in Paderborn vor dem Theodorianum
o 25. Februar 2017

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